DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback

#dorffunkOst: Warum die Erneuerbaren das größte und demokratischste Investprogramm aller Zeiten sind!

Dirk Neubauer Season 2026 Episode 6

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In Talkshows und politischen Debatten wird sie gerne als das teuerste Projekt der Nachkriegsgeschichte gebrandmarkt: die deutsche Energiewende. Von vermeintlichen Billionen-Kosten ist die Rede, von einer unbezahlbaren Belastung für die Wirtschaft und die privaten Haushalte. Doch wer so argumentiert, übersieht das fundamentalste Gesetz der Ökonomie, nämlich den entscheidenden Unterschied zwischen konsumtiven, verlorenen Ausgaben und wertschöpfenden Investitionen. Die Transformation unseres Energiesystems ist kein schwarzes Loch, in dem Kapital versinkt. Über 400 Mrd. EUR wurden in Sachwerte investiert. Es handelt es sich um eine der größten Umschichtungen hin zu Sachwerten, die das Land je erlebt hat. Anstelle von kontinuierlichen, unwiederbringlich abgeflossenen Milliardenzahlungen für fossile Brennstoffimporte aus dem Ausland bauen wir heimische, bleibende Werte auf. Und schaffen Arbeitsplätze: 436.000 Menschen arbeiten in diesem Sektor. Zum Vergleich: 716.000 sind es in der Automobilindustrie. Glaubt man Volkswagen, dann sind es bald 100.000 weniger. Und auch der Rest hat eine fragliche Perspektive. Ihr Erfoilg macht sie zum Zielobjekt der Politik, denn: Diese Energie gehört vielen, während Energie bisher wenige reich machte!

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Ja, hallo und ein herzliches Willkommen. Hier ist Dorffunk Ost. Mein Name ist Dirk Neubauer. Ich funke mal wieder aus Augustusburg ein paar Fakten durch die Welt. Und in der heutigen Folge geht es natürlich mal wieder um ein Energiethema. Ihr wisst, ich beschäftige mich viel mit Energiethemen, inzwischen auch hauptberuflich und ja, und natürlich auch viel auf dem Weg gegen diese Glaubensdebatte, wo sich Stammtischweisheit und Politikverständnis miteinander verbinden. Die einen wollen gewählt werden, die anderen wollen ihr einsehen, dass wir uns verändern müssen. Und so hat sich so eine toxische Schleife entwickelt, die natürlich auch noch getrieben wird von Lobbyismus großer Konzerne, die natürlich völlig andere Interessen haben als wir. Ja, und das heutige Thema dreht sich um diesen Mythos, dass die erneuerbaren Energien Milliarden verschlingen und unfassbar teurer Mist sind und quasi wir alle sterben, wenn wir das weitermachen. Ich habe mich mal ein bisschen mit wirklichen Zahlen und Fakten beschäftigt, die jetzt in Talkshows und politischen Debatten ja auch hoch und runter gehen. Das teureste Projekt der Nachkriegsgeschäfte heißt es da öfters mal, Billionenkosten werden da ins Schaufenster gestellt und das wäre alles eine unbezahlbare Belastung für Wirtschaft und private Haushalte. Ja, doch wer so argumentiert, der übersieht fundamentalste Gesetze der Ökonomie, nämlich den Unterschied zwischen konsumptiven, verlorenen Ausgaben, also Geld, was ich raushaue ohne Sinn und Verstand und was am Ende nichts bringt, oder tatsächlichen Investitionen in Sachwerten, die am Ende ganz viele transformatorische Effekte entwickeln. Und siehe da, wenn man sich tatsächlich mal die Mühe macht, alle Zahlen zusammenträgt, dann stellt man fest, dass in der Energiewende inzwischen über 400 Milliarden Euro in Sachwerte investiert worden sind. Also in alle Erzeugungsformen der Erneuerbaren, die wir kennen, natürlich vorne dran Solar und Wind, aber auch Biomasse und Geothermie, seien hier mal genannt. Und ja, anstatt ewig und ewig und ewig Milliarden für fossile Brennstoffe ins Ausland zu überweisen, machen wir inzwischen hier erhebliche Werte selber und schaffen tatsächlich ganz nebenbei inzwischen 436.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich, die jetzt durch das aktuelle Handeln von Frau Reiche und dieser Bundesregierung natürlich extrem infrage gestellt werden, wenn man sich jeden Tag was Neues ausdenkt, wie man diese ganze Erfolgsgeschichte zum Erliegen bringt. Mal zum Vergleich, in der Automobilindustrie arbeiten in Deutschland etwas mehr als 700.000 Leute und glaubt man, Volkswagen sind es bald 100.000 weniger und ich fürchte, das werden nicht die einzigen Jobs sein, die in diesem bisherigen Jobmotor verschwinden. Das heißt also, wenn man es ins Verhältnis setzt, 436 zu 700, vielleicht bald 600 oder 500, dann sehen wir schon, dass die Erneuerbaren eine Erfolgsgeschichte auch auf dem Jobmarkt sind. Denn das sind alles Leute, die Geld verdienen, Familien ernähren, Häuser bauen, Steuern zahlen, einkaufen, was auch immer tun. Und es sind Jobs, die in die Zukunft zeigen. Ja, diese 400 Milliarden, die da investiert worden sind, das ist die erste wirklich spannende Zahl dabei, sind zu 80 Prozent tatsächlich aus privaten Taschen geflossen. Also investiert von Bürgerinnen und Bürgern, von Landwirten, von mittelständischen Betrieben, von genossenschaftlichen Bürgerenergiegesellschaften, ja, und damit ist die Energiewende das am breitesten demokratisierte Infrastrukturprojekt des Landes, das nicht zu klassischen Großkonzernen gehört, sondern den Menschen vor Ort. Und ich glaube, so langsam bin ich davon, nee, glauben ist falsch, so langsam bin ich überzeugt. Das ist auch der Grund, warum diese Energiewende nicht weitergehen soll. Denn der fossile Markt, der bisher große Gaskraftwerke brauchte, große Kohlekraftwerke brauchte, Atomkraftwerke brauchte, alles Riesensummen, die natürlich Bürgerinnen und Bürger im Genossenschaftlichen nicht zusammenbringen können. Auch ein mittelständisches Unternehmen kann kein Atomkraftwerk bauen. Doch jetzt plötzlich ist die Energieerzeugung in Bürgerhand und breit gestreut, ein wirklich breit gestreutes Asset und bringt erstaunlich viele Werte, die auch wieder allen nützen und nicht nur den wenigen, die ihre Aktien bei irgendwelchen Energiekonzernen haben, wo also Dividenden gezahlt werden, die nur noch mehr toxischen Überreichtum produzieren. Und was Überreichtum so alles an Unsinn anstellen kann, das sehen wir ja in den USA beispielsweise, wo ja mittlerweile eine Handvoll Unternehmen die Politik bestimmen und finanzieren. Und wenn wir nicht aufpassen, dann kommen wir da auch hin. Und zurzeit sieht es tatsächlich so aus, als würde die Bundesregierung sang- und klanglos die Energiewende abwürgen wollen. Jeden Tag kommt hier irgendeine Nachricht, die den Unternehmen, die investieren, die Menschen beschäftigen, wirklich, wirklich, wirklich in Schwierigkeiten bringen. Ja. Ja, wie setzt sich das Ganze zusammen? Das ist vielleicht auch mal interessant. Wie verteilt sich das denn eigentlich auf die einzelnen Branchen? Und da muss man ganz klar sagen, The Winner ist die Sonne, die wir alle ja mögen, wenn sie nicht gerade 40 Grad produziert, was ja auch eine Folge unseres Tuns ist. Dazu habe ich ja in früheren Podcasts schon was gesagt. Wir sind im Übrigen, das sei mal noch erwähnt, momentan wirklich auf der Klimabeschleunigungsautobahn. Ich habe das im Blog vorgestern veröffentlicht, eine ganz interessante Zahl, mal zu den Vergleichen der anderen Warmzeiten, die unser Planet so kannte. Und wenn man das also in Stundenkilometer umrechnet, dann bewegte sich bei so einer Warmzeit ganz früher, wo es auch deutlich höher ging, 5 bis 8 Grad, bewegte sich das Ganze umgerechnet in eine Bewegungsgeschwindigkeit mit sechs Stundenkilometern. Wenn man das auf unsere Zeit projiziert, wo wir in wesentlich kürzerer Zeit wesentlich schnellere Temperaturanstiege generieren durch unseren unfassbaren, immer noch unfassbaren CO2-Ausstoß, dann stellen wir fest, dass wir gerade mit 150 Sachen über die Autobahn brettern. Also das sei jetzt auch mal eine Adresse an die Stammtische da draußen, die Leute, ja, es war früher auch schon mal warm, aber früher hatte die Natur 100.000 Jahre Zeit, um sich daran anzupassen, während wir das hier gerade in 100 Jahren schaffen. Und das ist der große Unterschied. Also wer das immer noch nicht verstanden hat, ich sage es ja ganz deutlich, das könnt ihr auch alle selber recherchieren. Da reicht ein einfacher Google-Zugang, dann könnt ihr das mal checken. Mittlerweile gibt es so viele öffentliche Datenquellen, die man querprüfen kann, da kann es keine zwei Meinungen geben. Aber das sei jetzt nochmal am Rand gesagt. Also die Sonne, die wir hier mögen, die hat mittlerweile einen Anteil von 63 Prozent aller getätigter Investitionen und ist damit also die absolute Nummer eins. Warum? Die Modulpreise fallen. Es gibt einen Boom an Heimspeichern, gewerbliche Dachanlagen und Balkonkraftwerke führen dazu, dass also fast zwei Drittel des privaten Kapitals in das Ernten von Sonnenlicht fließen. Das finde ich ja schon mal eine beachtliche Zahl. Die Nummer zwei, oh Wunder oder eigentlich nicht Wunder, ist die Windenergie an Land und auf See, also Onshore-Offshore, die trotz der langen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die ja wirklich kompliziert sind, immerhin 28,1 Prozent der Investitionen sozusagen beisteuert, damit das zweite unerschütterliche Fundament unserer Stromversorgung inzwischen ist. Ja, die verbleibenden Mittel verteilen sie auf Biomasse mit 5,7 Prozent, die vor allem im Wärme- und Grundlastsegment für die nötige Netzstabilität sorgt. Das ist wirklich interessant und da könnte auch viel mehr gehen. Es gibt mittlerweile wirklich spannende Ideen, wie man Biogas tatsächlich nicht mehr unbedingt verstromen muss, sondern tatsächlich auch zum Grüngas, zum Grüngas Lieferantenumbaut sozusagen. Wenn man das nutzen würde, ich habe meine Zahl dazu gesehen in einer wissenschaftlichen Studie, dann wäre das eine Leistung pro Jahr in Deutschland von 80 Terawattstunden. Das musst du sich mal überlegen. Das ist eine Menge Holz. Und ja, und dazu auch noch grün. Also insofern ist da sicherlich auch noch Musik drin. So verstromen wir das Gas ja quasi in einen kleinen Block, Heizkraftwerken, wo man so will, und machen dazu daraus auch wieder am Ende mehr Wärme als alles andere. Also es wäre wahrscheinlich sinnvoller, das Gas zu nutzen. Und da gibt es spannende Konzepte. Ich habe ein Startup jetzt getroffen, die komprimieren dieses Gas und haben so eine Art Idee, so eine Art Molkereisystem für Biogasanlagen aufzusetzen, wo man also quasi mit der Biogasanlage das macht, wofür sie da ist, nämlich Gas produzieren. Das wird vor Ort komprimiert, wird abgeholt und wird an zentraler Stelle aufbereitet, wird CO2 abgeschieden. Das kann dann an die Jungs aus der E-Fuel-Produktion gehen und der Rest wird als Grüngas ins Netz eingespeist. Das könnte eine wirklich spannende Sache sein, weil nämlich auch viele kleinere Biogasanlagen momentan schwerst an der Wirtschaftlichkeitsgrenze fahren, weil sie eigentlich permanent abgeriegelt werden und quasi mit ihrem Gas keinen Strom produzieren können und am Ende nichts verdienen. Dafür gibt es immer mehr Auflagen. Ja, und irgendwann werden wir da im ländlichen Raum wahrscheinlich diese Technologie auch abwürgen, wenn wir nicht mal zu Potte kommen, solche neuen Konzepte zu sehen. Denn auch, das muss man auch sagen, nicht jede Biogasanlage hat einen direkten Gasanschlüssen einspeisen. Ja, außerdem müsste man das Gas vorher aufbereiten. Also ihr seht, da ist noch Musik drin. Ich werde demnächst mal einen Podcast zu diesem Thema machen. Ich glaube, das ist auch angesagt. Ja, last but not least, Geothermie und Wasserkraft mit immerhin 3,1 Prozent, was jetzt auch nicht so ganz wenig ist. Ja, nun machen die ganzen Sachen ja nicht nur Strom, sondern da gibt es ganz viele Mehrwerte, also eine ganze Mehrwertkette eigentlich, die sozusagen von den Erneuerbaren ausgeht. Und als allererstes steht da, und das wird ja am meisten bestritten, aber das lässt sich mittlerweile aus vielen, vielen wissenschaftlichen Basen auch weltweit quer bestätigen. Jedes Jahr werfen die installierten Anlagen eine messbare Dividende für die Gesellschaft aus, die Wirtschaft und Umwelt sozusagen meint. Umwelt vor allen Dingen, denn der größte finanzielle Vorteil eigentlich bilden die vermiedenen externen Umweltschäden. Und das sind immerhin pro Jahr inzwischen geschätzt 58 Milliarden Euro. Das ist eine Zahl, die in diesen ganzen Diskussionen nie auftaucht. Warum? Weil natürlich niemand an den Klimawandel glaubt und demzufolge es ihn nicht gibt. Und wenn es keinen Klimawandel gibt, dann sind die ganzen Umweltschäden, Ahrtal lässt Grüßen natürlich überhaupt nicht in Verbindung zu bringen. Und demzufolge ist natürlich auch eine Leistung, CO2-neutral Energie zu erzeugen, natürlich auch keine Leistung. Also die Argumentationskette ist eindeutig, aber Fakt ist, durch das kontinuierliche Verdrängen von Kohle-Gaskraftwerken sind Millionen Tonnen weniger Treibhausgase und Luftschadstoffe unterwegs. Und nach den wissenschaftlichen Berechnungsschlüsseln des Umweltbundesamtes kann man diese realen Folgekosten, Ernteausfälle, Flutkatastrophen, gesundheitliche Schäden, klar beziffern und uns spart der grüne Strommix tatsächlich gewaltige Summen an den fälligen Reparatur- und Klimafolgekosten. Und das sind immerhin, ich sage es nochmal, weil es eine Riesenzahl ist: 58 Milliarden Euro pro Jahr. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Einsparung von fossilen Importen. Also wir kaufen in diesem Land für 80 Milliarden Euro Öl und Gas ein und das wird verbrannt und das produziert jede Menge Schaden, auch Folgekosten, wir haben es ja gerade gehört. Und durch den Ausbau der Erneuerbaren sparen wir jetzt schon pro Jahr Importe in Höhe von 15,5 Milliarden Euro. Das ist eine Nummer. Jede Kilowattstunde Strom, die durch heimische Windkraft und Sonnenkraftanlagen erzeugt wird, muss nicht teuer eingekauft werden in Form von Erdgas, Steinkohle oder Rohöl, finanziert damit auch keine Kriege. Na, Putin lässt grüßen oder finanziert irgendwelchen anderen Irrsinn, wenn wir mal an den Orangenband da auf der anderen Seite vom großen Teich denken. Also dieser Substitutionseffekt an dieser Stelle, der entlastet unsere Handelsbilanz dauerhaft. Und dieses Geld fließt nicht ab ins Ausland, sondern dieses Geld bleibt im inländischen Wirtschaftskreislauf. Und da bin ich an dem Punkt, nicht konsumtiv denken, sondern das sind Investitionen und das sind Mehrwertketten, die entstehen, die also auch noch positive Folgen darüber hinaus haben. Was auch mittlerweile ein ziemlich großer Punkt ist, diese ganzen Anlagen, die da installiert werden, sind ja nicht irgendwelche Monumente, Denkmale oder sonst irgendwas, sondern die müssen kontinuier gewartet werden, die müssen versichert sein, die müssen gepflegt werden. Und aus den Erlösen der Stromerzeugung aus den grünen Angang fließt jedes Jahr eine Summe von rund 12,3 Milliarden Euro über den Betrieb und die Instandhaltung zurück in die Wirtschaft. Das ist also auch nochmal eine zusätzliche Zahl. 12,3 Milliarden Euro, die quasi, wenn man so will, Arbeit schaffen. Vor Ort, gerne auch dort, wo die Anlagen stehen. Es ist oftmals so, dass diese Aufträge bei einer gewissen Dichte von Erzeugungsanlagen dann auch in der Region bleiben. Das heißt also, es hat noch einen doppelten Effekt, nämlich gerade im ländlichen Raum, wo die Anlagen stehen, schafft das also hier auch nochmal für lokale Installationsbetriebe und Handwerker und spezielle Dienstleister nochmal Jobs, wenn man so will. Ja, und last but not least, und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, auf dem ich ja immer wieder rumreite, auch die Kommunen im ländlichen Raum, also gerade in diesen historisch strukturschwachen Regionen ländlicher Raum, wo viele Menschen leben, ich glaube, 60 Prozent der Bundesbürger leben da. Und dieser Raum ist so extrem finanziell angespannt, dass es total wichtig ist, dass da Geld hinfließt. Und jetzt halt euch fest, in den kommunalen Einnahmen sind wir inzwischen bei einer Höhe von ungefähr 3,8 Milliarden Euro im Jahr, die aus dem grünen Energiesektor in die kommunalen Kassen fließen. Das sind Betreibergesellschaften, die Gewerbesteuern zahlen, natürlich direkt an die Standortgemeinden. Das sind Landwirte, die sozusagen stabile Erträge durch die Bereitstellung von Flächen bekommen, die sie gar nicht mehr selber bewirtschaften können oder die sie vielleicht sogar doppelt nutzen. Stichwort Agri-PV, dass also quasi die Rinder unter den Paneelen, sozusagen auch im Schatten, draußen sein können, was bei zunehmender Klimawärmung auch interessant ist. Auch Ränder sind nur Menschen und für die ist es auch heiß. Und insofern ist so eine doppelnutzende Fläche auch für einen Agrarbetrieb total spannend, denn auch die Agrarbetriebe haben zu kämpfen und da ist eine zusätzliche Einnahmequelle, die stabil planbar ist, natürlich echt was wert. Dann kommt dazu, dass ja über die Beteiligungsgesetze in vielen Bundesländern ja inzwischen auch verpflichtend pro eingespeister Kilowattstunde zwischen, ich glaube, die Range geht von 0,2 bis 03 Cent in die Kassen fließen. Das sind bei einer modernen Anlage locker 20.000 Euro im Jahr. Und da sind wir noch nicht bei Pacht. Also wenn diese Anlage auf kommunalem Grund steht, kommt ja da auch noch was dazu. Also dann wird das richtig spannend. Aber nur so, wenn die Anlage einfach nur in der Gegend steht, zweieinhalb Kilometer rund um den Mastmittelpunkt wird dieses Geld verteilt. Und ihr könnt euch ausrechnen, selbst bei kleineren Parks mit 7.0 bis 10 Anlagen, da kommt ein bisschen was zusammen. Und dieses Geld kann ohne Zweckbindung direkt in Schulen, Kitas, Dorfgemeinschaftshäuser, was auch immer, investiert werden. Und das sind die Bereiche, die Kommunen meistens wirklich nur schwierig, schwierig finanzieren können inzwischen. Ja, Fazit. Das Ganze ist ein gigantisches Wohlstandsprogramm auf Sachwertbasis. Und ganz nebenbei ist es tatsächlich auch die größte Umschichtung hin zu Sachwerten, die dieses Land jemals erlebt hat in seiner gesamten wirtschaftlichen Geschichte. Das ist ein Fakt. Und wenn euch demnächst mal wieder jemand querkommt und irgendwas faselt von der Milliardenverbrennung und der Verteuerung des Stroms und der Perspektive, dass wir uns das alles nicht leisten können, endlich wieder Atomkraftwerke bauen. Dazu habe ich, glaube ich, auch schon mal einen Blog geschrieben, was sowas wirklich kostet. Also lasst euch da nicht ins Boxhorn jagen, das ist totaler Quatsch. Fakt ist, über 400 Milliarden Euro private Investitionen inzwischen in hochmoderne dezentrale Energieerzeugung, die uns Schritt für Schritt unabhängig macht von fossilen Importen. Punkt. Jährliche Ersparnis und Werteffekte zusammen, also wenn man das alles, was ich jetzt einzeln erzählt habe, addiert, sind wir bei 89 Milliarden Euro im Jahr. Und das zeigt ganz eindrucksvoll, wie ich finde, dass jeder investierte Euro in erneuerbare Energien sich in einem rasanten Tempo für uns alle amortisiert. Die Energiewende ist kein Luxusprojekt, es ist das renditestärkste ökologische und ökonomische Sachwertisprogramm, das Deutschland jemals auf den Weg gebracht hat. Das kann man gern prüfen. Geht in meinen Blog, dort sind meine Quellen. Unter Dorf.energie findet ihr den Blog und unter der Überschrift das Milliardenmissverständnis, warum die Energiewende kein Sparschwein schlachtet, sondern Werte schafft, findet ihr den Text. Ich werde da auch noch, es sind noch nicht alle Quellen drin, die ich genutzt habe, die werde ich heute noch ergänzen. Aber lasst es euch gesagt sein, diese Energiewende ist wegen ihres Erfolges so gefährlich. Und deshalb wird sie politisch auch bekämpft. Es kommt jetzt wirklich auf uns an, wenn wir Klimaschutz wollen, wenn wir eine Zukunft für unsere Kinder und deren Kinder haben wollen, wenn wir wirklich noch was bewegen wollen in diesem Land hin zu einer Transformation, zu einem vernünftigen, zu einem vernünftigen Wirtschaften, zu einem neuen Verständnis von Wachstum auch tatsächlich. Nämlich, das ist eigentlich nicht das klassische Wachstum, sondern das ist eher ein Gedeihenstadt wachsen, weil wir alle davon partizipieren und nicht nur wenige Shareholder, die sich am Ende einen Haufen Geld davon einstreichen, dass ihr weiterhin schön teuer eure Kilowattstunden bezahlt. So, und da bin ich noch gar nicht bei den Punkten, was so ein Dorf alles erreichen kann. Da rede ich ja jeden Tag eigentlich drüber, was kann das elektrische Dorf eigentlich? Also sprich, wenn so ein Dorf die Energiewende selbst in die Hand nimmt und das Ganze noch mit Wärmeerzeugung koppelt etc. pp, dann, liebe Freunde, sind wir richtig weit vorn. Da kann so ein Dorf tatsächlich seine eigene Zukunft in die Hand nehmen, stabil finanzieren und wieder sehr, sehr viel mehr Dinge tun für die Einwohnenden, als das bisher der Fall ist. Ja, das wollte ich euch sagen. Ich habe es versucht, ein bisschen kürzer zu machen als sonst, gab schon Beschwerden, dass es immer so lang ist. Insofern sind es heute nur knapp 20 Minuten. Ich danke sehr für eure Aufmerksamkeit. Bleibt dran am Kanal, hilft mir sehr, teilt es weiter, erzählt es weiter. Ich mache das hier als Non-Profit, aber mir ist es wichtig, dass wir eine Versachlichung, in die Diskussion kriegen und uns hier nicht gesellschaftlich nicht nur spalten, sondern in viele, viele Millionen Teile zerhaken lassen, nur weil irgendjemand weiterhin sein Geld verdienen möchte. Ja, das ist nämlich das Eigentliche, was dahinter steht. Und Politik kann nicht handeln, weil sie immer die lautesten bedient, denn man möchte ja wiedergewählt werden. Denn stellt euch mal vor, was danach kommt, ist richtige Arbeit. In diesem Sinne wünsche ich euch was. Das war Dirk Neuber aus Augustusburg, Dorfung Ost, mal wieder mit einer Energiefolge. Vielen Dank und tschüss.